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Dr. med. Gerson Lüdecke
Arzt für Urologie
- medikamentöse Tumortherapie –
Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH
Standaort Giessen
Chirurgische Klinik
Rudolf-Buchheim-Strasse
35392 Giessen
Tel.: 0641 / 99 – 44536
Fax: 0641 / 99 44519
DR. GERSON LUEDECKE: Wir beginnen um 19 Uhr.
DR. GERSON LUEDECKE: Aufgrund eines sehr großen Fragen-Volumens, welches in den vergangenen Minuten hier eingegangen ist, benötigen wir noch einen Moment für die Sortierung. Wir beginnen mit der LIVE-Sprechstunde um kurz nach 19 Uhr. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
DR. GERSON LUEDECKE: Jetzt geht es los.
Hamelberg : Die Kasse bezahlt ja nur alle 10 Jahre eine Darmspiegelung. Ich gehe zusätzlich auf eigene Kosten einmal in der Mitte und war bereits zu 3 Darmspiegelungen. Würde man da auch erkennen, wenn was an der Blase ist, oder muss ich das zusätzlich machen?
DR. GERSON LUEDECKE: Die Darmspiegelung hat mit der Kontrolluntersuchung der Blase leider gar nichts zu tun und Veränderungen an der Harnblase können über eine solche Vorsorgeuntersuchung nicht festgestellt werden. Wenn Sie eine vorsorgemedizinische Betreuung für die Harnblase wünschen, so kann ich Ihnen nur raten, einen Urologen Ihres Vertrauens aufzusuchen und diese Bitte zur Vorsorge an ihn zu richten.
Siegfried : Ist Mitomyzin sinnvoll bei pta G1/2 ?
DR. GERSON LUEDECKE: Bei Mitomycin handelt es sich um ein Chemotherapeutikum, das bei dieser Tumorart der Harnblase in die Harnblase injiziert wird, um über eine Einwirkzeit von einer Stunde Tumorzellen zu zerstören. Sollte diese Tumorcharakterisierung pTa G1/2 als Rezidiv festgestellt worden sein, so ist Mitomycin als Therapeutikum sinnvoll und leitliniengerecht.
Komet : Warum wird Blasenkrebs meist zu spät erkannt? Gibt es einen zuverlässigen Vorsorgetest wie bei Diabetes?
DR. GERSON LUEDECKE: Aktuell wird beim Blasenkrebs entsprechend den nationalen und internationalen Leitlinien keine Vorsorgediagnostik empfohlen. Lediglich eine sehr unspezifische Prüfung auf Blut im Urin wird als eventuell sinnvoll diskutiert. Trotzdem ist Ihre Aussage entsprechend richtig, dass Blasenkrebs in einer hohen Anzahl der Fälle zu spät diagnostiziert wird. Dies liegt sicherlich daran, dass keine Vorsorgemedizin betrieben wird. Als Vorsorgeuntersuchungen stehen mehrere diagnostische Testsysteme zur Verfügung. Es handelt sich dabei um die schon lange Zeit eingesetzte Urinzytologie. Den Urinstick zur Prüfung auf Blut und urinlösliche Tumormarker. Hierbei sind mehrere Testsysteme auf dem medizinischen Markt und Urologen können Ihnen dabei ein diagnostisches Testangebot in der niedergelassenen Praxis anbieten.
I_Reinecke : Wer bekommt Blasenkrebs?
DR. GERSON LUEDECKE: Ihre Frage zielt sicherlich darauf ab, ob es bekannte Risikofaktoren zur bevorzugten Entwicklung von Blasenkrebs bei Menschen gibt oder nicht. Die Antwort lautet: Es gibt solche Risikofaktoren. Die wichtigsten Faktoren sind das chronische Rauchen, wobei hier ein Zusammenhang zwischen Menge der konsumierten Rauchwaren und Auslösungskraft für Blasenkrebs bewiesen ist. Ferner berufsbedingte Faktoren, die bei einer Vielzahl von Berufen bei langjähriger Exposition (> 2 Jahre). Dies hat dazu geführt, dass die Berufsgenossenschaften Blasenkrebs als Berufserkrankung unter definierten Bedingungen anerkennen. Hinzu kommt, das Medizin selbst die Auslösung von Blasenkrebs begünstigen kann. Die beiden wichtigsten Faktoren sind hierbei Strahlentherapie im kleinen Becken (Gynäkologie, Urologie, Darmkrebs) und Chemotherapiebehandlungen mit Cyclophospharmid. Unspezifische Faktoren sind außerdem Alter, Geschlecht und genetische Belastung für Blasenkrebs in der Familie.
iceman : wie sinnvoll ist nmp 22 als früherkennung bei blasenkrebs
DR. GERSON LUEDECKE: Der urinlöslische Tumormarker nukleäres Matrixprotein 22 ist einer der meist beforschten Parameter als urinlöslicher Marker beim Blasenkrebs. In der Zusammenfassung aller vorliegenden Publikationen zeigt sich, dass dieser Parameter mit einer Sensitivität von ca. 70 % und einer Spezifität > 90 % unter Berücksichtigung der bekannten Ausschlusskriterien als Vorsorgediagnostikum beim Harnblasenkarzinom eingesetzt werden kann. Schon bei Tests, die nur eine Sensitivität von 50 % besitzen, wie z. B. dem Cervixabstrich bei Cervixkarzinom führt unter konsequenter Anwendung dieser Vorsorgediagnostik es dazu, dass die Gynäkologen im Verlauf der letzten 20 Jahre bei Massenscreening und konsequenter Anwendung die Neuerkrankungsquote bei Cervixkarzinom um 20.000 Erkrankungen bei Frauen gesenkt haben. Wenn man sich also auf ein solches Konzept einlässt, die biologischen Begleitparameter berücksichtigt und es konsequent anwendet, dann haben wir auch beim Blasenkarzinom die Chance, durch diesen Paramenter bzw. die Kombination mehrerer nicht invasiver diagnostischer Parameter Früherkennung leistungsfähig beim Harnblasenkrebs zu etablieren.
I.Zabel : Ich weiß dass es einen Test gibt mit dem man Blasenkrebs erkennen kann. Das ist ja schon mal gut. Ich wüsste gern wie sensibel dieser Test ist, ob der schon kleine Veränderungen anzeigt oder nur den dicken Krebs?
DR. GERSON LUEDECKE: Jedes Testsystem ist mit dem Problem behaftet, dass wir falsch positive und falsch negative Ergebnisse erhalten. Auf Krebsdiagnostik heißt das, falsch positiv ist der Test, der die Vermutung nahelegt, ein Krebs könnte vorliegen. Tatsächlich ist der Betroffene aber frei von Krebs. (Verunsicherung des Patienten) Falsch negativ ist das Testergebnis, welches sagt, es liegt kein Krebs vor und es findet sich doch ein Krebs beim Patienten. (Maximales Bedrohungspotential für den Betroffenen) Dieser Sachverhalt gilt für Sie im Alltagsleben bei jeder Aussage, die Sie zu einem Problem treffen. Aufgrund dessen wird Ihnen auch kein Testsystem die letzte Sicherheit bieten, immer eine verbindlich korrekte Antwort zu erhalten. Daher ist es möglich, dass alle eingesetzte Diagnostik sowohl beim kleinen als auch beim dicken Krebs daneben liegt.
Hinweis : Testen Sie Ihr persönliches Risiko www.risikocheck-blasenkrebs.info Ihre Antworten auf die Test-Fragen gehen in ein Berechnunssystem mit Risikopunkten ein. Dieser Test ist validiert.
Rosa : Ich bin sehr früh grau geworden, noch vor meinem 40. Lebensjahr, durch ein einschneidendes Erlebnis. Seither bekommen meine Haare Farbe. Erst Strähnchen, seit 4 Jahren färbe ich sie. Optisch sehr dezent, aber voll durchgefärbt. Das Ganze einmal im Monat, weil die Haare dann auch nachgeschnitten werden müssen. Ich mache mir jetzt Sorgen, dass ich dadurch Blasenkrebs bekommen könnte, weil man das immer öfter liest. Ist das wirklich so belastend für meinen Körper, dass diese Gefahr real ist?
DR. GERSON LUEDECKE: Prinzipiell besteht das Risiko für Haarefärben darin, dass Anilinfarbstoffe in Farben vorhanden sein können, die dann über den direkten Kontakt zur Kopfhaut aufgenommen werden und so als onkogene (krebsauslösende) Substanzen in den Körper gelangen. Bei einer chronischen Daueranwendung steigt das Risiko prinzipiell deshalb, weil diese Wirkung dosisabhängig ist. Je mehr, desto höher. Bei Friseuren, die vor 1980 mit Haarefärben chronisch gearbeitet haben, wird in der Regel eine Berufserkrankung Blasenkrebs anerkannt. Für die danach folgende Zeit wird das aktuell nicht akzeptiert, da die seit 1980 zur Verfügung stehenden Farbstoffe keine Aniline mehr enthalten sollen. Da ich kein Chemiker bin, der die inhaltliche Zusammensetzung dieser Färbemittel prüfen kann, können Sie von mir zum heutigen Zeitpunkt dazu keine verbindliche Aussage bekommen. Wichtig ist aber, dass im Jahr 2008 noch 15 oder 17 Färbemittel vom Markt verschwunden sind, weil die Hersteller der Aufforderung der Kontrollbehörden der europäischen Regierung zur Offenlegung der Inhaltsstoffe nicht nachgekommen. Wie also die aktuelle Realität wirklich aussieht, kann ich Ihnen nicht verbindlich beantworten. Am besten richten Sie Ihre Anfrage an den Produzenten Ihrer verwandten Haarfärbemittelfarbe und lassen sich das Ergebnis schriftlich geben.
W. Rohde : Ich hatte manchmal Blut im Urin, dachte an eine Blasenentzündung. Dann war ich zur Prostata Untersuchung und dort sollte ich dann so einen Test machen. Erst wollte ich nicht, weil ich den selbst bezahlen musste. Habe es aber gemacht und bin total dankbar, denn mein Arzt hat da was festgestellt. Danach hatte ich eine Ausschabung und Spülung der Blase, aber jetzt habe ich ziemliche Schmerzen, obwohl das schon 18 Tage her ist. Ist das normal, geht das von allein weg, ist das ein schlechtes Zeichen?
DR. GERSON LUEDECKE: Sehr geehrter Herr Rohde, ich freue mich, dass Sie als ein Betroffener und als Paradebeispiel für das Funktionieren von Vorsorgediagnostik sich hier zu erkennen geben. Eine bessere Untermauerung meiner oben geschilderten Ausführungen kann man wohl kaum bekommen. Zu Ihrem Problem: Nach einer Resektion an der Harnblase mit Chemoinstilation (das meinen Sie wohl mit Spülung) ist es durchaus üblich, dass eine Zeit lang noch Missempfindungen und Schmerzen, sowohl in Ruhe als auch unter dem Wasserlassen, auftreten können. Je nach dem, ob eine überaktive Blase bei vergrößerter Prostata hinzukommt oder nicht, kann hier durch die starke Druckentwicklung in der Blase die Symptomatik auch länger persistieren. Andererseits ist, wenn die Symptome nach drei Monaten nicht verschwunden sind, die wichtige Zeit erreicht, über eine Kontrollspiegelung die Frage nach Rezidiv oder verbliebenem Tumor neuerlich zu kontrollieren. In der Zwischenzeit kann aber auch durch geeignete Medikamente (Harndrangsenkung und Schmerzlinderung) durch den Urologen geholfen werden.
Jenny : Mein Vater hat eine Neoblase aus einem Stück Dünndarm erhalten. War eine umfangreiche Operation, aber er lebt gut damit. Frage: Ist das ehemalige Dünndarmgewebe resistenter oder anfälliger für einen erneuten Blasenkrebs?
DR. GERSON LUEDECKE: Die Neoblase wird selbst keinen Blasenkrebs entwickeln. Die einzigen inneren Schleimhautanteile, die sich bösartig entsprechend dem Blasenkrebs verändern können, sind in der Harnröhre und in den Harnleitern bzw. Nierenbecken oberhalb der Neoblase. Sollte also neben dem Schleimabgang beim Wasserlassen aus der Neoblase auch Blut erkennbar sein, so muss unmittelbar eine Abklärung von Harnröhre, Harnleiter und Nierenbecken beidseits erfolgen. Da Dünndarm für die Neoblase bei Ihrem Vater benutzt wurde, wurde auch bislang keine bösartige Umbildung vom Darmepitel im Sinne eines Dünndarmkrebses beobachtet, da können Sie beruhigt sein.
Rustemeier : So weit ich weiß gibt es die Möglichkeiten einen Test für Blasenkrebs zu machen. Wie funktioniert der? Ein Test muss ja immer eine Reaktion auf irgendwas sein, aber auf was reagiert Blasenkrebs, damit man eine Antwort bekommt die zuverlässig ist und nicht nur Alarm macht?
DR. GERSON LUEDECKE: Alle verfügbaren Testsysteme für Blasenkrebs messen entweder eine krankhafte Erhöhung eines Eiweißmoleküls im Urin, das vermehrt durch Zellzerfall von Tumorzellen in den Urin freigesetzt wird oder aber es wird mikroskopisch das gewonnene Zellmaterial im Urin untersucht, um Veränderungen an den Zellen mit Zeichen für Bösartigkeit zu entdecken. In beiden diagnostischen Ansätzen wird damit ein Hinweis auf das Vorliegen von Blasenkrebs dem Arzt und dem Patienten augenscheinlich. Die Zuverlässigkeit dieser Untersuchungssystem schwankt bei sachgerechter Durchführung zwischen 80 und 95 %.
Reiner : Was ist eine TURB?
DR. GERSON LUEDECKE: Die vier Buchstaben stehen als Abkürzung für transuretrale Resektion der Blase. Auf Deutsch übersetzt heißt das: Ausschälung eines Blasenkrebses mittels Endoskop durch die Harnröhre unter Sicht.
O. Sommer : Erhöht sich meine Chancen meine eigene Blase zu erhalten, wenn die TURB mit Hexvix gemacht wird?
DR. GERSON LUEDECKE: Nach Einführung der fotodynamischen Diagnostik jetzt mit dem zugelassenen Medikament Hexvix konnte belegt werden, dass bei einer transuretralen Resektion häufiger ein karzinomer In Situ gefunden wurde, Steigerung etwa 20 bis 25 %. Hinzu kommt, dass die Anzahl der diagnostizierten Tumore in der Harnblase pro Patient steigt. D. h. die Anzahl der Patienten mit multilokulären Tumor nimmt zu. Und als dritter Faktor ist die photodynamische Resektion exakter, da der Tumorrand, der in den Randgebieten oft flache Ausläufer besitzt, besser erkannt und damit sicherer vollständig resiziert werden kann. Durch diese dreifache Verbesserung der endoskopischen Resektionsqualität ist die Chance, schon bei der Erstresektion die größtnötige Effektivität zu erreichen, deutlich gesteigert worden. In der Konsequenz steigt damit auch Ihre Chance, Ihre Blase längerfristig zu erhalten. Dies geht aber nur bei oberflächlichen oder besser nicht muskelinvasiven Blasenkarzinomen. Liegt eine Infiltration der tiefen Blasenwandmuskulatur vor, kann nur noch eine Radikalentfernung der Blase folgen.
Iffland_Hamburg : Wo kann ich diesen Schnelltest zur Erkennung von Blasenkrebs denn bekommen? Nur beim Arzt?
DR. GERSON LUEDECKE: Da alle diagnostischen Verfahren zur Vorsorgediagnostik des Blasenkrebses an eine fundierte biologische und medizinische Ausbildung gebunden sind, können dieses Tests nur seriös und verantwortlich eingesetzt werden, wenn Sie von erfahrenen Ärzten (bevorzugte Berufsgruppe Urologen) eingesetzt werden. Sollte Ihnen ein Schnelltest in der Apotheke angeboten werden, egal welcher, dann nehmen Sie davon Abstand!
Hargues : Gibt es die Möglichkeit durch Untersuchung o.ä. das persönliche Risiko einzuschätzen?
DR. GERSON LUEDECKE: Das Risiko für Harnblasenkrebsentwicklung können Sie hauptsächlich durch eine gute medizinische Krankengeschichte durch Ihren Arzt prüfen lassen. Ein mögliches Instrument dazu steht auch offen im Internet zur Verfügung, Risikocheck Blasenkrebs, die Webadresse sehen Sie weiter oben. Eine nichtinvasive Diagnostik aus dem Urin ist eigentlich nicht als Risikoabwägung zu verstehen, sondern als Probe auf die Frage, liegt ein Hinweis auf einen manifesten Blasenkrebs vor oder nicht. Es gibt aber molekularbiologische Tests, die in der Lage sind, Gendefekte, z. B. N-Acetyl-Transferase-Verminderung, zu bestimmen. Dabei liegt ein Gendefekt vor, der die Entstehung von Blasenkrebs begünstigt. Bislang ist dieses diagnostische Verfahren aber noch keine verfügbare Routineanwendung. Weder in Deutschland, noch sonstwo in der Welt (teuer und aufwändig).
Dano : Tumor in der Blase klingt für mich total alarmierend. Jetzt habe ich gehört, dass ein Tumor nicht immer Krebs bedeutet. Wann ist es Krebs, wann nicht?
DR. GERSON LUEDECKE: Der Begriff Tumor beschreibt definitionsgemäß Vermehrung von Gewebe und hat keinerlei Sinninhalt für Bösartigkeit. D. h. eine Warze ist ein Tumor. Aber auch ein Dickdarmkrebs ist ein Tumor. Die entscheidende Frage ist, liegt eine Bösartigkeit vor. Dann liegt Bedrohung vor. Man sollte den Begriff Tumor nicht mit Bösartigkeit gleichsetzen. Das kann bei dem Gespräch mit dem Doktor erhebliche Verwirrungen machen.
Pirsi : Ich soll eine Blasenspiegelung bekommen. Da hat mir der Urologe erklärt, dass er ein Instrument durch den Blasenmuskel schiebt. Jetzt habe ich große Angst, dass ich dadurch inkontinent werde, denn das ist ja Widerstand der überwunden werden muss. Macht der den Muskel nicht kaputt?
DR. GERSON LUEDECKE: Da hat es sicherlich eine begriffliche Verwirrung gegeben. Der Urologe wird auf keinen Fall einen Schaden durch die Spiegelung an Ihrem Blasenmuskel herbeiführen. Sondern alles unternehmen, dass es dort keine Verletzung gibt. Im Rahmen von Aufklärungsgesprächen kann es aber sein, dass von dem theoretischen Risiko der Verletzung der Blasenwand gesprochen wird, weil unsere Rechtsprechung uns aufzwingt, unsere Patienten umfänglich, d. h. auch für seltene Komplikationen, aufzuklären. Wenn dann das Gespräch mal ein höheres Tempo annimmt, können solche Missverständnisse wie bei Ihnen schon einmal zustandekommen. Sie brauchen sich aber wegen der Blasenspiegelung für Ihren Blasenmuskel keine Sorgen zu machen.
Marenbach: : Soll der NMP 22 Test nur alleine oder immer in Verbindung einer Urin-Zytologie durchgeführt werden? Frage: Falsch positive Ergebnisse?
DR. GERSON LUEDECKE: Eine Kombination von zwei unabhängigen Untersuchungsparametern (NMP 22 und Urinzytologie wären ein solches Paar) bieten immer eine höhere diagnostische Sicherheit als ein Parameter alleine. Natürlich kommt dabei auch der Preis der Diagnostik mit in die Überlegung, ob Sie eine solche Kombination sich leisten können oder aber unbedingt haben wollen. Ein verbindliches Muss zur Kombination der einzelnen diagnostischen Testsysteme gibt es nicht. Diese Kombination erscheint mir persönlich aber eine der sinnvollsten, da sie sowohl vom finanziellen Aufwand als auch von der diagnostischen Sicherheit eine sehr gute Kombination darstellt.
MODERATOR: Der Experte macht eine kurze Pause. Wir setzen die Beantwortung Ihrer Fragen in wenigen Minuten fort.
Hinweis : Testen Sie Ihr persönliches Risiko www.risikocheck-blasenkrebs.info Ihre Antworten auf die Test-Fragen gehen in ein Berechnunssystem mit Risikopunkten ein. Dieser Test ist validiert.
Moritz : Wann muss zwingend eine Mitomycin-Instillation wann eventuell gemacht werden?
DR. GERSON LUEDECKE: Nach europäischer Leitlinie der Urologe wird die Mitomycin-Instillation bei Blasentumoren mittelgradigen Risikos empfohlen. D. h. multiple Rezidive auch bei pTa G1-Befunden, bzw. bei pTa G2 und 3 sowie PT1 G1 und 2. Nicht beim Erstbefund bei pTa G1.
Loida : Wird eine Blase bei einer TURB immer ausgeschabt oder nur bei besonderem Anlass? Was ich meine ist, dass ich offenbar veränderte Zellen aber noch keinen Krebs habe?
DR. GERSON LUEDECKE: Die transuretrale Resektion der Blase dient dazu, sichtbare tumoröse Veränderungen bzw. verdächtige Gewebeabschnitte aus der Blase zu entfernen, um vom Pathologen eine verbindliche Einschätzung der Gewebeveränderung zu erhalten. Dabei kann es durchaus sein, dass der Pathologe sagt, es handelt sich nur um entzündliche, gutartige Gewebeveränderungen oder aber er beschreibt Dysplasien, das sind Gewebeveränderungen, die das Potential zur Krebsentwicklung in sich bergen oder er beschreibt echten Krebs unterschiedlicher Aggressivitätsform.
Scheller : Wie diagnostiziert man Blasenkrebs mit Röntgen oder CT?
DR. GERSON LUEDECKE: Die Röntgenuntersuchung der Harnblase und die CT-Diagnostik sind Verfahren, die nicht zur primären Diagnosestellung von Blasenkrebs verwandt werden, sondern die Fragestellung bearbeiten, liegen Abflussbehinderungen des oberen Harntraktes vor oder liegt gar eine metastatische Erkrankung der Harnblase vor. Die eigentliche Diagnose wird im Rahmen der Zystoskopie gestellt. Und dann durch das pathologische Gewebeergebnis verifiziert.
Holst : Kann aus einer Harnblasenzyste auch Krebs werden? Bei welchen Abständen der Untersuchungen bin ich auf der sicheren Seite? Übernimmt die Kasse auch diese regelmäßigen Kontrolluntersuchungen?
DR. GERSON LUEDECKE: Wahrscheinlich meinen Sie unter dem Begriff Harnblasenzyste ein so genanntes Divertikel (Aussackung an der Harnblasenwand). Diese Divertikel neigen nur in Ausnahmefällen zur bösartigen Veränderung. Die Kontrolluntersuchungen Ihres Urologen gehören aber in vollem Umfang zum Leistungsauftrag Ihrer Krankenkasse.
Otto : In Gießen wird die Hyperthermie-Chemotherapie nach der Synergomethode angeboten. Bis zu welchem Stadium des Blasenkrebses kann diese Therapie angewandt werden?
DR. GERSON LUEDECKE: Hyperthermie-Chemotherapie hat nur eine Indikation für nicht muskelinvasive Blasenkarzinome. Maximale Tumorstadiengröße T1 G3. Liegen Hinweise für Veränderungen auch im oberen Harntrakt vor (Harnleiternierenbecken), so ist die Methode unwirksam. Aber bei allen nicht muskelinvasiven Blasenkarzinomen kann die Methode zur Vorbeugung vor weiteren Rezidiven erfolgreich eingesetzt werden und auch besonders aggressive Krebsstadien mit nachgewiesenem Karzinoma In Situ und PT1 G3 kann diese Methode ebenfalls zur Ausmerzung von eventuell vorhandenen Tumorresten eingesetzt werden. In diesen letztgenannten Fällen ist natürlich eine besondere Sorgfalt in Verlaufskontrolle von Nöten. Hinzu kommt, dass nach der Standardtherapie mit BCG zur Vermeidung von Rezidiven bei aggressiven Hochrisikotumoren, kann immer noch Hyperthermie-Chemotherapie als zweite Behandlungsmöglichkeit zum Erhalt der Harnblase eingesetzt werden.
Marenbach: : Warum gibt es in Giessen oder Marburg keine Selbsthilfegruppe Balsenkrebs? obwohl dort so qualifiziert operiert wird und die experimentelle Hyperthermiebehandlung durchgeführt wird?
DR. GERSON LUEDECKE: Also, es gibt eine Selbsthilfegruppe in Hessen, die auf unsere Anregung hin aus Giessen heraus gegründet wurde. Aber Selbsthilfe hat etwas entscheidend mit Engagement der Betroffenen zu tun und bei Weitem nicht jeder Patient ist bereit, sich in diesem Bereich zu engagieren. Die Selbsthilfe Hessen kann aber im Internet gefunden werden, so dass alle Leute aus der Region hier eine qualifizierte Gruppe von Patienten findet, die sich für das Thema und gegen die Erkrankung einsetzen.
Petersmann, Blasenkr: Guten Abend, Doktor, Frage 1 : Warum ist die Synergo-Methode in Deutschland so unbekannt und bei uns noch nicht validiert, während sowohl die regionale Tiefenhyperthermie als auch die lokale Oberflächenhyperthermie regelrecht gepuscht werden ? Frage 2 : Bis zu welchem Staging/ Grading wird die Synergo-Therapie eingesetzt ? ( Ich las kürzlich in einem Aufsatz etwas von pT3 bis pT4, was ich doch ganz erheblich bezweifle ) Frage 3 : Sind Sie der Meinung, dass die Synergo-Methode in Deutschland flächendeckend angewendet werden sollte. Gruss Petersmann
DR. GERSON LUEDECKE: Zu 1. Die Hyperthermie-Chemotherapie ist nach internationalen Publikationen seit 1996 bis heute kontinuierlich beforscht und in ihrer Leistungsfähigkeit auch hochrangig publiziert worden. So dass man durchaus von einer Validierung sprechen kann. Die Methode wird aktuell nur durch einen Medizingerätehersteller weltweit bedient. Da dieses Unternehmen zu keinem Großkonzern gehört, ist die Verbreitung sicherlich auch eine Frage der wirtschaftlichen Ressourcen dieses Unternehmens. In Italien ist aber die Anwendung dieser Methode durchaus weiter verbreitet. Zu 2. Sie haben völlig Recht, wie oben bereits auch von mir ausgeführt, sind Tumorstadien T3 und T4 überhaupt keine Indikation für die Synergo-Therapie. Zu 3. Aktuell sind in Deutschland vier Behandlungszentren etabliert und das Bemühen, weitere Kliniken mit dieser Technik auszustatten, laufen aktuell. Wie erfolgreich dabei das Unternehmen ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Neben guten Behandlungsergebnissen ist in der modernen Medizin heute auch die Frage zur Sicherstellung der Abrechenfähigkeit eines Behandlungsprozesses durch die Krankenkassen eine entscheidende Grundlage dafür, dass eine Methode in die flächendeckende Anwendung gelangt. Hierzu ist von Seiten erfahrener Anwender als auch der Industrie als auch interessierter Betroffener noch eine gehörige Fleißarbeit notwendig. Eine Belebung in diesem Thema durch Konkurrenzanbieter ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen.
Samariter : Welche neuen Forschungen gibt es zur Früherkennung der Blasenkreberkrankung?
DR. GERSON LUEDECKE: Die beiden wichtigsten Publikationen aus dem Jahre 2008 und 2009 zum Thema Früherkennung beim Blasenkrebs beschäftigen sich damit, dass einerseits Extremraucher in Tirol (Universitätsklinikum Innsbruck) über ein Jahr mit Hilfe von vier unterschiedlichen Parametern nichtinvasiv untersucht wurden und bei einem positiven Parameter eine endoskopische Kontrolle erfolgte. Bei entsprechendem Tumorverdacht wurde resiziert und zusätzlich wurde auch der obere Harntrakt mit abgeklärt. Die Konsequenz dieser Untersuchung war, dass in dieser Gruppe der Hochrisikopersonen (Extremraucher), Einschlusskriterium 40-Packyears = 292.000 konsumierte Zigaretten 3,3 % PROZENT Tumore des Harntraktes aus der untersuchten Gruppe gefunden wurde. Und die zweite Arbeit aus 2009 aus Dallas USA hat ebenfalls Personen unter Rauch + Berufsrisiko mit einem Untersuchungsparameter (NMP 22) gescreent und dabei Tumore diagnostiziert mit einer Inzidenz von 199 pro 100.000. Das macht eine Steigerung der Inzidenz gegenüber der amerikanischen Gesamtbevölkerung um das 6,6-fache. Beide Forschungsansätze belegen, dass risikoadaptierte Vorsorge die sinnhafteste Maßnahme ist, um aus einem definierten Problemkollektiv bei minimaler Kostenbelastung für unsere Gesundheitssysteme aus dem aktuell praktizierten Nihilismus keine Vorsorge zu betreiben und nur auf Symptomatische zu warten herauszukommen. Für die Zukunft wird es sicherlich weitere diagnostische Parameter geben, die geprüft werden und es ist abzuwarten, ob sich einer neuer und viel besserer Parameter finden lässt oder ob wir mit den zur Verfügung stehenden Mitteln endlich anfangen, Vorsorge als Urologen in die Hand zu nehmen.
Alf1 : Gibt es für Blasenkrebspatienten einen Selbsthilfeverband oder Selbsthilfegruppen?
DR. GERSON LUEDECKE: Die genaue Bezeichnung lautet: Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs. Die Webadresse lautet www.selbsthilfe-bund-blasenkrebs.de
Marenbach: : Gibt es bei Operationen ein einheitliches Behandlungschema nach der Totaloperation (Zystektomie)? Man hat das Gefühl, die Patienten werden nach den vorlieben der jeweiligen Kliniken (Chefärzten) operiert und nicht nach dem neuesten Stand!
DR. GERSON LUEDECKE: Zwei wichtige Fragen vor einer Zystektomie sind zu beantworten. 1. Ist der Patient operationsfähig für eine Zystektomie? Dazu lautet die Antwort: Die meisten Menschen (> 95 %) können zystektomiert werden, auch bis ins hohe Alter. Die zweite Frage lautet: Welche Harnableitung soll der Patient nach Zystektomie erhalten? Hierbei spielt die Einschätzung des Patienten zu seiner biologischen Belastbarkeit durch den Therapeuten und die subjektiven Einstellungen der Betroffenen zusammen die entscheidende Rolle. Neoblasen sind nicht grundsätzlich bei allen Patienten umsetzbar. Auch wenn junge Betroffene in der Regel diese Harnableitung besonders bevorzugen. Mit fortschreitendem Alter ist z. B. die stoffwechselbezogene Belastung bei einem Patienten mit Neoblase nicht umsetzbar, da es zu Stoffwechselentgleisungen kommen kann. Außerdem ist der vorhandene Kontinenzapparat des Beckenbodens und auch die muskuläre Kraft über die Bauchpresse zur Entleerung der Neoblase nicht immer ausreichend. Daher kann es durchaus sein, dass die Entscheidung zu einem feuchten Stoma gerade auch bei älteren Patienten die wesentlich besser praktikablere Harnableitung darstellt. Hinzu kommt ferner, dass sich unsere preoperative Diagnostik während der Operation als unzureichend herausstellt und die Tumorlast im Körper größer ist als vorab angenommen. Daraus kann sich der Zwang ergeben, dass die primäre kontinente Harnableitung nicht umsetzbar ist und andere Methoden angewandt werden müssen. Wenn eine solche Diskussion vor der Operation nicht in ausreichendem Maße erfolgt und der Patient damit in die Entscheidungsfindung als mündiger Patient einbezogen wurde, dann kann eventuell auch der Eindruck entstehen, dass die Therapieplanung willkürlich erscheint. Das halte ich aber für ausgesprochen unwahrscheinlich und eher ein Kommunikationsproblem.
Otto : Sie schreiben, dass der Vorteil der Hyperthermie-Chemotherapie auch darin liegt, dass sie nach einer BCG-Behandlung auch erfolgversprechend eingesetzt werden kann. Welche Vorteile können bei Hyperthermie-Chemotherapie gegenüber der Kaltanwendung mit Mitomycin besonders festgehalten werden?
DR. GERSON LUEDECKE: Biologisch und physiologisch hat die Kombination von Mitomycin und Hyperthermie einen dreifach synergistischen Effekt: 1. Mitomycin dringt tiefer in die Epitelschichten des Urothels ein (5 mm), 2. die Bindungskapazität von Mitomycin am DNA-Strang wird um ein Vielfaches gesteigert und führt dazu, dass mehr Strangabbrüche an der DNA in der sich teilenden Tumorzelle erfolgen. 3. wird durch die Wärme (42 Grad) die Aktivität der DNA-Reparaturenzyme gehemmt. Durch diese Kombination kommt es zu einem multiplikativen oder sogar potenzierenden Wirkverstärkungsmechanismus und die Effektivität zur Tumorzellzerstörung wird dadurch besonders erhöht. Wirksam nach BCG ist diese Methode deshalb auch, weil sie über einen völlig anderen Wirkmechanismus funktioniert als die BCG-Behandlung zuvor.
Otto : Die Hyperthermie-Chemotherapie wird nicht nach den Krebsleitlinien empfohlen. Bezahlt meine Krankenkasse die Therapie, bzw. was müsste ich selbst dafür bezahlen, um mir diese besondere Behandlung zu gönnen.
DR. GERSON LUEDECKE: Aktuell ist die Methode über eine Verschlüsselung als Ein-Tages-Fall im Krankenhaus innerhalb unseres stationären Behandlungssystems abrechenbar. Die Methode kostet Sie damit so nichts, aber jedes Zentrum muss seine Kostenrechnung mit den örtlichen Patienten einzeln besprechen und wird Ihnen vor Ort eine genaue Antwort auf das Abrechnungsmodell am Standort XY vorlegen. Im Moment bemühe ich mich mit anderen Kollegen aus der Urologie darum, eine Sicherstellung der Abrechnung unter Kassenleistung auch für die Zukunft für alle Beteiligten zufriedenstellend zu etablieren.
Katze : Ich hatte ein Urothelkarzinom der Harnblase im Stadium pT3a/pN2/MO/L1/G3/RO Welche OP und Chemo hätten Sie empfohlen?
DR. GERSON LUEDECKE: In Ihrem Fall hätte ich eine Zystektomie mit ausgedehnter Lymphknotenentfernung im kleinen Becken empfohlen. Mit den Informationen, die Sie mir bieten, kann ich keine verbindliche Empfehlung zur Harnableitung unter diesem Gesichtspunkt so beantworten, da eine Metastasierung in den Lymphknoten auch in entfernten Regionen vorliegt, bedarf es einer systemischen Chemotherapie. Aktuell wird hierzu bei ausreichender Nierenfunktionsleistung die Kombination aus Gemzetabin und Cisplatin empfohlen. Anpassungen dieser Chemotherapie wären an Ihre Organleistungsfähigkeiten eventuell vorstellbar.
Schmutz Ernst : Hallo, bin 64 Jahre alt, hatte im jan.2007 eine Op.Habe seitdem eine Neoblase. Bei Tag habe ich kein Problem, benötige aber bei Nacht 1 bis 2 Windeln. Meine Frage wäre, gibt es hier eine Abhilfe. Beckenbodentraining mache ich 3x täglich.
DR. GERSON LUEDECKE: Der wichtigste Rat unter diesen Bedingungen ist sicherlich ein nächtliches Toilettentraining, d. h. Sie sollten ein bis zweimal in der Nacht eventuell unter Einsatz Ihres Weckers vorsätzlich die Toilette aufsuchen, um die Fassungskapazität Ihrer Neoblase nicht zu übersteigen. Und dann auch in der Nacht ohne Windeln trocken zu bleiben. Zusätzlich sollten Sie bei Ihrem Urologen die Frage klären lassen, ob Ihre Neoblase nach dem Wasserlassen vollständig leer wird oder ob sie eine unzureichende Entleerung der Neoblase als Ursache für die nächtlichen Urinverluste haben. Sollte dies der Fall sein, so muss man einen eventuellen sterilen Einmalkatheterismus vor dem Zu-Bett-Gehen denken, damit Sie über Nacht trocken bleiben. Bitte suchen Sie Ihren Urologen auf.
Marenbach: : Warum wird die Blasenkreberkrankung so stiefmütterlich behandelt? Leider gibt es keine Vorsorge, die für die Ärzte interessant und finanziell lohnend ist!
DR. GERSON LUEDECKE: Ihre Frage beleuchtet ein Grundproblem in unserer praktizierten medizinischen Versorgung. Niedergelassene Ärzte befinden sich immer (heute mehr denn je) im Spagat zwischen medizinischen Notwendigkeiten und betriebswirtschaftlichen Zwängen als Kleinunternehmer. Die vorhandenen diagnostischen Instrumente können hierfür keine Lösung bieten. Man kann aber sicherlich auch von niemandem verlangen, Dienstleistungen zu erbringen, die keine Finanzierung finden. Deshalb gibt es seit geraumer Zeit z. B. das Phänomen der IGeL-Leistungen. Dies ist sicherlich kein Idealzustand aber eine vorgegebene Realität, die weder der Doktor noch der Patient kurzfristig verändern können. Die Adressaten könnten heute in schwarz-gelber Uniform ja direkt von Ihnen angesprochen werden.
DR. GERSON LUEDECKE: Liebe Interessierte und Patienten(innen) zum Thema Blasenkrebs, ich möchte Ihnen ganz herzlich für Ihre engagierten und tief hinterfragenden Fragen danken und hoffe, Ihren Ansprüchen und Erwartung gerecht geworden zu sein. Scheuen Sie nicht den Weg zum Urologen, um von Ihrer Seite Vorsorge einzufordern und zu thematisieren und scheuen Sie sich auch nicht, all Ihre Fragen immer wieder neu zu formulieren. Vielen Dank!
Ende der Sprechstunde.
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